Präventionskonzept (Drogen, Medien, Sucht)

Die Prälat-Diehl-Schule arbeitet seit dem Schuljahr 2015/2016 mit einem über die Jahrgangstufen 5 bis 10 durchgängigen Präventionskonzept.

Diese kontinuierliche und vielfältige Arbeit im Bereich Prävention ist eine Besonderheit der Prälat-Diehl-Schule und an Gymnasien in Hessen sehr selten. Dies ist ein deutliches Signal der Schulgemeinschaft, dass ihr die Präventionsarbeit neben dem Unterrichtsalltag sehr wichtig ist.

Im Rahmen des Programms „Schule und Gesundheit“ erhält die Prälat-Diehl-Schule bereits seit 2010 das Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“. Die Prälat-Diehl-Schule engagiert sich zudem seit 2014 als „Respekt-Schule“ für Demokratie und Menschenrechte.

 

 

 

 

Suchtprävention
Alle Bausteine des Präventionskonzeptes ab Jahrgang 5 sind Arbeit im Bereich der Suchtprävention. Ziel ist es die Schülerinnen und Schüler stark zu machen, jeden für sich und in der Gemeinschaft. Damit versucht die Prälat-Diehl-Schule die Anfälligkeit der Schülerinnen und Schüler, insbesondere in der Pubertät, für die stofflichen sowie nicht stofflichen Süchte deutlich zu reduzieren.

Im Jahrgang 8 steht eine Aufklärung zu legalen Suchtmitteln (Nikotin und Alkohol) und  illegalen Suchtmitteln (Cannabis etc.) im Mittelpunkt der Präventionsarbeit. Im Rahmen des Religions-/Ethikunterrichtes und in Absprache mit den entsprechenden Fachkolleginnen und Fachkollegen wird mindestens eine Doppelstunde mit den Klassen zur Aufklärung über den Themenbereich stoffliche Süchte durch die Beratungslehrer für Suchtprävention durchgeführt. In der Jahrgangstufe 10 findet eine wiederholende Aufklärung zum Themenbereich Alkohol(missbrauch) statt. Kooperationspartner hierfür sind die Landesärztekammer Hessen sowie die „Tour des Lebens“.

Birgit Jeckel und Christoph Wiesenhütter stehen zu den im Bereich Prävention genannten Themenbereichen als Beratungslehrer und Ansprechpartner für alle Jahrgänge zur Verfügung. Das Beratungsangebot richtet sich an gefährdete Schülerinnen und Schülern sowie die Eltern und Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer. Das Beratungsangebot kann in der Regel die Erstintervention, die entsprechenden Gespräche mit der Schülerin oder dem Schüler und Elterngespräche sowie bei Bedarf eine Weiterleitung an externe Institutionen umfassen. Eine Nachbegleitung im klassischen Sinne umfasst das Beratungsangebot nicht.

Vertrauensschüler
Damit sich die neuen „Fünfer“ an der neuen Schule nicht hilflos und verloren fühlen, stehen neben erwachsenen Ansprechpartnern auch sogenannte Vertrauensschülerinnen und Vertrauensschüler als Ansprechpartner bereit. Jenseits des Lehrer-Schüler-Verhältnisses treten sie als Peers und Paten für die neuen „Fünfer“ auf. Die Vertrauensschülerinnen und Vertrauensschüler ab der Jahrgangsstufe 9 engagieren sich für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, teilen ihre Sorgen und Nöte und begleiten sie während des 5. und 6. Schuljahres.

Die Vertrauensschüler 2016/17

Die Jugendlichen sollen Schule als Lebensraum gemeinsam mit Anderen erfahren, aus dem heraus man individuelle sowie gemeinschaftliche Stärke entwickelt und das eigene  Leben aktiv gestaltet. Ziel soll es sein, nicht mit Sucht auf die Krisen des Jugendalters zu reagieren.

Die Vertrauensschüler 2017/18

Ein weiterer Baustein der Vertrauensschülerarbeit ist die Spiel- und Spaßolympiade im Jahrgang 5, die mithilfe der Vertrauensschülerinnen und Vertrauensschüler durchgeführt wird. Ziel ist ein spielerisches Erleben und Festigen des Aufbaus sozialer Beziehungen.

Jugendmedienschutz
Das Engagement der Schule für den Bereich Jugendmedienschutz ist eine unverzichtbare Voraussetzung für eine kompetente und sichere Mediennutzung der Schülerinnen und Schülerin der Prälat-Diehl-Schule, insbesondere auch zuhause.

Für Kinder und Jugendliche sind Computer, Handys, Spielekonsolen und das Internet heute selbstverständlich. Kinderzimmer sind zunehmend digital voll ausgestattet. Die Nutzung dieser Technologien durch die „Digital Natives“ (Digitale Eingeborene) hat sich allerdings weitgehend verselbständigt, und den meisten Eltern der „Generation Kassettenrekorder“ fehlen in der oft schwierigen Diskussion um den Medienkonsum wirksame Argumente und Strategien.

Doch da insbesondere das Internet neben großartigen Chancen auch erhebliche Risiken birgt und gerade in der Pubertät eine deutlich erhöhte Risikobereitschaft besteht, müssen Eltern die Mediennutzung ihrer Kinder aktiv begleiten und sich kritisch damit befassen. Das dafür erforderliche Wissen möchte die Prälat-Diehl-Schule mit einem Informationselternabend vermitteln, denn eine erfolgreiche und sichere Medienerziehung ist nur möglich, wenn Schule und Elternhaus dabei zusammenarbeiten. Richtiger Umgang mit Snapchat, Instagram & Co., Online-Mobbing, jugendgefährdenden Inhalten (Pornographie, Gewaltvideos, indizierte Spiele, etc.), sexuellen Übergriffen und Computersucht werden ebenso thematisiert wie einige wichtige rechtliche Aspekte der Mediennutzung.

Im Rahmen des Medienkompetenzprojektes sollen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 5 den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken, Chatrooms im Internet und den Messangern ihres Smartphones erlernen. Das Projekt wird von geschulten Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschülern durchgeführt. Der peer-Ansatz hat sich als sehr erfolgreich erwiesen.

Ergänzend zu dem Medienkompetenzprojekt im Jahrgang 5 findet im Jahrgang 7 das Handyfasten  statt. Das Smartphone ist heute ein ständiger Begleiter. Ständig ist es dabei, immer schaut man darauf. Man ist immer erreichbar, immer online. Das passiert oft ohne, dass es bewusst wahrgenommen wird. Wie oft schaut man zum Beispiel auf sein Handy und weiß danach trotzdem nicht wie spät es ist? Bei dem Projekt geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler erkennen welchen Stellenwert ihr Handy für Sie aktuell hat. Durch eine Woche begleitenden Verzicht wird ihnen z.B. bewusst gemacht, was sie mit dem Handy alles tun und wie viel Zeit das Gerät im Alltag in Anspruch nimmt. Hierdurch soll für die Zeit nach dem Projekt eine reflektierte und bewusstere Nutzung mit dem Smartphone initiiert werden.

Orientierungshilfen für Eltern, insbesondere für Eltern von Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7, bietet Günter Steppich – Fachberater Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt in Wiesbaden – an. Ein entsprechender Elternbrief ist als PDF downloadbar.

Respekt!

Respekt! Kein Platz für Rassismus. Einige kennen die weißen Schilder, die an Verbotsschilder auf Sportplätzen erinnern. „Ziel von ‚Respekt!’ ist es, jedwede Benachteiligung – etwa aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung – zu verhindern.“ (vgl. www.respekt.tv). Diesem Ziel fühlt sich die Schulgemeinschaft der Prälat-Diehl-Schule eng verbunden.

„Vorurteile entstehen durch Ahnungslosigkeit.“ (Silke Rottenberg, ehemalige Nationaltorhüterin)

Ziel ist es also, die Schulgemeinschaft und das Schulumfeld für das Themenfeld zu sensibilisieren, über das Themenfeld zu informieren sowie für ein Engagement gegen alltäglichen Rassismus und für eine Anerkennung von Vielfalt zu begeistern. Gleichzeitig soll auch Raum für Diskussionen und zum Nachdenken gegeben werden. Dies soll im Rahmen eines Wahlunterrichtes und durch weitere Aktionen, wie z.B. dem „Tag der Vielfalt“ ermöglicht werden. Es bestehen Kooperationen der Prälat-Diehl-Schule mit der „Respekt!“ Initiative aus Frankfurt, dem „Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus“ und der „Interkulturellen Woche“ in Groß-Gerau. Ein Grund zu großer Freude war der Gewinn des Miteinanderpreises des Ausländerbeirates der Stadt Groß-Gerau für den Respekt-Wahlunterricht im Jahr 2014.

Nachfolgend ist die Übersicht des Präventionskonzeptes tabellarisch dargestellt.

 

5

Vertrauensschülersystem Prinzip Schüler helfen Schülern, Schüler aus dem Jahrgang 9 als Ansprechpartner für die „neuen“ Schüler aus dem Jahrgang 5
Spiel- und Spaßolympiade Projekttag, Sportspiele in klassengemischten Gruppen zur klassenübergreifenden Gemeinschaftsstärkung
Medienkompetenzprojekt mit angeschlossenem Informationselternabend Projekt zum Themenbereich Chancen und Risiken sozialer Netzwerke sowie Cybermobbing (Peer-Projekt)
Lions Quest Klassenprogramm „Erwachsen werden“

6

Vertrauensschülersystem Prinzip Schüler helfen Schülern, Schüler aus dem Jahrgang 10 als Ansprechpartner für die Schüler aus dem Jahrgang 6
Klassenfahrt Klassenfahrt mit den Schwerpunkten: Erlebnispädagogik und Suchtprävention
Lions Quest Klassenprogramm „Erwachsen werden“

7

Projekt „Handyfasten“ mit angeschlossenem Informationselternabend Reflexion der eigenen Smartphone-Nutzung durch zeitweisen Verzicht
Aufklärung zum Themenbereich Sucht Präventionsarbeit zum Themenbereich nicht stoffliche Süchte, z.B. Essstörungen

Eventuell: Theater (in Planung)

8

Aufklärung zum Themenbereich Sucht Präventionsarbeit zum Themenbereich stoffliche Süchte – angebunden an Religions-/Ethikunterricht
Klassenfahrt / Schulskifahrt Schwerpunkt Gemeinschaftsstärkung

9

Wahlunterricht: Respekt! Aktiv werden für Demokratie und Menschenrechte (Leitmotiv: Fairness)
Tag für Afrika Engagement für internationale Hilfsprojekte („Aktion Tagwerk“)
Projekttag „Mann/Frau“ Reflexion von Geschlechterbildern

10

Wahlunterricht: Respekt! Aktiv werden für Demokratie und Menschenrechte (Leitmotiv: Fairness)
Aufklärung zum Themenbereich Sucht Präventionsarbeit zum Themenbereich Alkohol(missbrauch)