Deutsch

 

Unter- und Mittelstufe

Bücher und Lernmaterialien

Seit dem Schuljahr 2014/15 wird das Lehrbuch „P.A.U.L. D.“ aus dem Schöningh Verlag für die G9 Jahrgänge eingeführt. In vielen Klassen wird zusätzlich ein Arbeitsheft eingesetzt, um den Lernstoff vertiefen zu können.

Leseförderung

Vorlesewettbewerb

Alle Kinder der Jahrgangsstufe 6 des Prälat-Diehl-Gymnasiums nehmen am Vorlesewettbewerb teil. 

Im Herbst des ersten Halbjahres steht zuerst das verständige und betonte Vorlesen im Zentrum der Leseförderung des Deutschunterrichts. Der Vorlesewettbewerb wird vorbereitet, Kriterien für gutes Vorlesen erarbeitet und umgesetzt. Von Stunde zu Stunde wächst die Lesefreude. Schließlich präsentieren die Kinder mit Stolz ihre Bücher beim spannenden Schulentscheid. Dabei findet zuerst ein Klassenentscheid statt, aus dem pro Klasse drei Sieger in den Schulwettkampf starten. Der Sieger des Schulwettbewerbs wiederum tritt auf städtischer Ebene gegen die Konkurrenz aus den anderen weiterführenden Schulen  an und kann dann weiter auf regionaler Ebene. Lesen macht Laune, Lesen macht stark, Lesen macht tolerant. Mit diesem Wettbewerb, der ganz im Zeichen der Leselust und des Lesespaßes steht, sollen die Kinder zum Lesen angeregt und ermuntert werden sich mit Literatur zu beschäftigen.  

Leseclub
Im Rahmen des Ganztagsangebotes Mittagsbetreuung bietet das Prälat-Diehl-Gymnasium alljährlich einen Leseclub an. Schüler der Oberstufe besprechen mit den Teilnehmern aktuelle Kinder- und Jugendbücher.  Unterschiedliche Aktivitäten rund ums Lesen erwecken die Neugier. Diese reichen vom gegenseitigen Vorlesen über Bastelarbeiten, Hörspiele, szenisches Spiel, selbstgeschriebene Texten und viel mehr. Dieses Angebot  wird von vielen Schülerinnen und Schüler gewählt.      

Autorenlesung
Wie aufregend kann die Begegnung mit einem Schriftsteller sein? Das erleben unsere Schüler in regelmäßigen Abständen. Bekannte Autoren  wie z. B. Peter Schwindt, Gabriele Beyerlein, Gabriele Gerlach  usw.   präsentieren nicht nur den Inhalt ihrer Bücher, sondern verraten auch, woher die Ideen und die Figuren für die Geschichte kommen. Dies ist immer eine spannende Angelegenheit für alle.  Erwartungsvoll hören die Schüler zu, bis sie ihre zahlreichen Fragen stellen dürfen. Außergewöhnlich beliebt ist das Signieren  am Ende der Lesung. Lesungen werden  am Prälat-Diehl-Gymnasium für alle Jahrgänge  und Fachübergreifend (Fach Deutsch und Geschichte z. B.) angeboten, auch für die Oberstufe werden Lesungen mit unterrichtsrelevanten Themen  veranstaltet.  Die Schüler werden motiviert zu den Werken der Besucher zu greifen. 

Der Friedrich-Bödecker-Kreis und der Förderverein unterstützen unsere Lesungen finanziell. 

Buchvorstellungen
Im Laufe ihrer Schullaufbahn lernen die Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Jahrgangsstufen ein besonderes Referat, nämlich zu ihrem Lieblingsbuch zu halten. Dabei stellen sie „ihr“ Buch der Klasse vor, indem sie neben formalen Angaben den Inhalt geschickt und Spannung aufbauend vermitteln und eine gut ausgewählte Stelle vorlesen. Hierbei werden nicht selten die Bücher so gut beworben, dass sie in der ganzen Klasse hin und hergeliehen werden. Der Besuch unserer Bücherinsel (Schulbibliothek) unterstützt diese Unterrichtsreihe in besonderer Weise. Auch dort werden gelegentlich die Plakate der Buchvorstellungen  ausgestellt. Viele Schüler finden somit Anregungen und lernen sich der Literatur zu nähern und ihren kulturellen Horizont zu erweitern. 

Zeitungsprojekte
Im Rahmen des Erwerbs von Medienkompetenz wird die Fertigkeit unseren Schülerinnen und Schülern trainiert, sich Informationen in allen Printmedien verfügbar zu machen. Regelmäßig bieten Zeitungen das Projekt „Zeitung in der Schule“ an. Verschieden Klassen nehmen daran teil. 

Offene, projektorientierte Unterrichtssequenzen zwingen und motivieren Schülerinnen und Schüler von ihrer Lesekompetenz Gebrauch zu machen.

Sie erlauben ein differenzierendes Fördern der Lesefertigkeiten einzelner Schüler. Sie lernen verschiedene journalistischen Textsorten kennen, lernen Recherchieren, verfassen sogar eigene Texte. Die Begegnung mit Redakteuren schließt das Projekt ab. Das Projekt unterstützt auch die Erziehung zum mündigen Bürger. 

Welttag des Buches
Der Welttag des Buches besteht seit 1995 und findet jedes Jahr am 23. April statt. Es ist ein Feiertag für Bücher, das Lesen, für Autoren und deren Rechte und für die Kultur des Schreibens, der von der UNESCO weltweit eingerichtet wurde. 

Für die fünften Klassen werden kostenlos Bücher bestellt. Diese Aktion ermöglicht weitere Leseaktivitäten  mit diesem Buch im Klassenverband  durchzuführen. Gesponsert wird dies von der Stiftung Lesen.  In allen Jahrgangsstufen werden Lektüren mit den Schülerinnen und Schülern gelesen. Dabei wird auf eine ausgewogene Mischung aus klassischen und modernen  Lektüren geachtet. 

Für die Jahrgangsstufe 5 und 6 findet allerdings eine gesonderte Veranstaltung statt. In einer gemütlichen Atmosphäre lesen „Prominente“ aus dem Umkreis Groß-Gerau,  z. B. der Landrat, der Leiter  des Groß-Gerauer Museums, der Schulleiter, usw.  aus den Lieblingsbüchern ihrer Kindheit vor. Sie erklären, welche Bedeutung das Buch für sie hatte.  Spannende Anekdoten halten die Kinder  bei Laune und ermöglichen auch, sich über Inhalte, Empfindungen usw. auszutauschen. 

„Lesen ist ein einzigartiges, inspirierendes Erlebnis. Wir wollen Menschen die Lust am Lesen vermitteln. Der Welttag des Buches ist eine ideale Gelegenheit, um den Spaß am Lesen mit anderen zu teilen.“ (Dr. Joerg Pfuhl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lesen)

Antolin
Unsere Klassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 werden bei dem Online Portal Antolin angemeldet. Mit einem eigenen Passwort können sie die Bücher, die sie gerne lesen möchten, selbst aussuchen. Nachdem sie diese gelesen haben, können sie selbständig die Quizfragen beantworten und somit Punkte sammeln. Der Wettbewerb-Charakter   motiviert die Schüler und fördert zum Mehr-Lesen. Jeder Zeit haben Sie Zugriff zu den Büchern. Eine große Auswahl befindet sich bereits in der Bücherinsel. Sie sind mit dem Logo (Rabe) gekennzeichnet. (Claudine Zingel)

Förderkonzept Klassen 5 und 6

Die Zahl der in das Gymnasium wechselnden Kinder mit partiellen Defizitbereichen im Fach Deutsch ist in der jüngsten Vergangenheit z. T. signifikant angestiegen, sodass sich die PDS verpflichtet sieht,  erkennbare Schwächen mit einem entsprechenden Förderkonzept. Die Fachschaft Deutsch erachtet die Beherrschung einer verbundenen Schreibschrift als wesentlich für die erfolgreiche Mitarbeit an unserer Schule.

So wird von den in  Kl. 5  zur Verfügung stehenden 6 Wochenstunden eine als besondere Förderstunde genutzt. 

Es hat sich bisher  als  notwendig erwiesen, folgende Aspekte des Deutschunterrichts besonders zu üben: 

  • Grammatik und Zeichensetzung
  • Rechtschreibung
  • Schreibübungen zur Förderung schreibmotorischer Defizite mit dem Ziel, verbundene Schreibschrift anzuwenden
  • Sinnentnehmendes Lesen
  • Kreatives Schreiben 

Ausgangsbasis für die Einteilung in die Fördergruppen ist ein für alle Schüler zu absolvierender kostenpflichtiger Diagnostischer Rechtschreibtest am Anfang der Kl. 5 (2./3. Schulwoche). Auffälligkeiten dabei bezüglich LRS und DAZ werden anschließend  durch entsprechende Fachlehrkräfte individuell überprüft, grammatische Fehlervorkommen wiederum klassenweise innerhalb der ersten vier Wochen des Schuljahrs ermittelt. Danach erfolgt die Zuordnung in die einzelnen Fördergruppen klassenübergreifend. Der Förderunterricht beginnt nach den Herbstferien. Wechsel in andere Fördergruppen – je nach ermittelten oder inzwischen aufgetretenen Auffälligkeiten – finden erneut  nach Prüfung durch die Fachlehrer innerhalb einer Fachlehrerkonferenz Deutsch zu Beginn des 2. Schulhalbjahrs statt, sowie nach den Osterferien. Die letzten Wochen des Schuljahrs werden voraussichtlich wieder im originalen Klassenverband verbracht.

In Kl. 6 beginnt der Förderunterricht ebenfalls nach einer Beobachtungszeit nach den Herbstferien. Auch hier wird eine der vier  Deutschstunden parallel gesetzt. Es kann ratsam erscheinen, den klassenübergreifenden Förderunterricht der Kl.5 zugunsten einer klasseninternen Organisation der Förderungsbereiche auszusetzen. Wir behalten uns hier eine flexible Regelung der Organisationsstruktur im Sinne einer bestmöglichen Unterstützung unserer Schüler vor. Nach Beschluss der Fachschaft Deutsch endet der Förderunterricht in Kl.6 mit Ablauf des ersten Halbjahrs, da davon ausgegangen werden kann, dass die „mitgebrachten“ Defizite nicht mehr bestehen.

Mit der Ermittlung der Förderschwerpunkte muss von einer jährlich z. T. inhaltlich variabel  zu gestaltenden Organisation  ausgegangen werden, so ist anzunehmen, dass im Rahmen der gesellschaftlichen Entwicklungen u.U. auch vorübergehend andere Prioritäten gesetzt werden müssen.  

Eine jahrgangsweise Evaluation unter Schülern und Eltern wie unter Kollegen findet regelmäßig statt. Die Ergebnisse der Evaluation fließen in die konzeptionelle Planung mit ein.               (Sabine Köster)

Kreatives Schreiben – AG für die Klassen 7 bis 9

„Wenn ich schreibe, steht die ganze Welt still. Ich bin abgekapselt von ihr, befinde mich in einer zeitlosen Blase, während die Zeit der Realität weiterläuft.
Aber bei mir, in meiner kleinen Kugel, gibt es keine Zeit. Ich bin gefangen, eingesperrt, umgeben von einer unsichtbaren Hülle und doch unendlich frei.“
(Lena-Sophie Arnold)

Zu der AG sind alle Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassen eingeladen, deren Leidenschaft das Schreiben ist. Sie erhalten dabei die Gelegenheit, ihren eigenen Schreibstil zu finden und erfahren eine Förderung als eigenständige Autoren, denen das individuelle Schreiben als Ausdrucksmittel dient. Das Ziel ist das Erlangen einer Schreibfähigkeit, die dem Vermögen gleichkommt, sich schreibend über Gedanken, Erfahrungen und ähnliches klar zu werden.

Inspiriert durch z.B. Bilder oder Musik, durch Perspektivübernahme, Gegentexte, Orientierung an Textvorlagen, Übungen zu Erzähltechnik u.v.m. werden fröhliche, nachdenkliche, ernste, traurige Texte jeglicher Gattungen verfasst, Gedanken anderer nachvollzogen sowie persönliches Wissen erweitert. (Michael Harbauer)

Literarische Verfilmungen
In den letzten Jahren hat sich die Verfilmung literarischer Werke auf dem Markt etabliert. Dies nutzt auch die Prälat-Diehl-Schule und organisiert regelmäßig in Zusammenarbeit mit den nahegelegenen Kinohäusern den Besuch von literarischen Verfilmungen mit ganzen Schülerjahrgängen. Solche Kinobesuche gelten als Anregung, um Kinder zum Lesen zu bringen, daher werden die entsprechenden literarischen Vorlagen in der Mittelstufenbibliothek zum Verleih angeschafft. 

Im Rahmen der Schulkinowochen wurden z.B. „Die Welle“, „Der Vorleser“, „Krabat“, „Lippels Traum“ und „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ gezeigt. Außerdem bieten Filme oft eine andere Erarbeitungsmöglichkeit zu den im Unterricht üblichen Zugängen zu literarischen Werken.

Eine Alternative zu den berühmten Verfilmungen im Kino ist die eigene filmische Umsetzung im Rahmen des Unterrichts. Nach einer theoretischen Einführung in die formale Filmanalyse und dem Erwerb von Grundkenntnissen in Kameraführung und Schnitt dürfen die Schülerinnen und Schüler ihr erlerntes Wissen praktisch umsetzen. Zunächst müssen sie die vorgegebenen Stellen einer im Unterricht gelesenen Ganzlektüre interpretieren, um sie im Anschluss daran filmisch umsetzen zu können (Katrin Rühl)

Oberstufe

Abitur
Hier geht kein Weg dran vorbei: Jeder muss im Fach Deutsch Abitur machen. Allerdings gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: 

  • Leistungskurs: 5-stündig, schriftliche Abiturprüfung (4 Zeitstunden + 45 min Auswahlzeit, Lernstoff: Q1- Q3)
  • Grundkurs: 4-stündig, Abiturprüfung entweder schriftlich (3 Zeitstunden + 45 min Auswahlzeit, Lernstoff Q1- Q3) oder mündlich (1/2h Vorbereitungszeit, 20 min Prüfung, Lernstoff Q1-Q4) oder als Präsentationsprüfung (6 Wochen Vorbereitung, 15 min Präsentation, 15 min Kolloquium) 

Lesungen in der Oberstufe
In der Oberstufe findet jährlich eine Veranstaltung für die Schüler der Q4 statt, die sich thematisch auf Epochen und/oder Werke des Deutschunterrichts bezieht und diese den Schülern in verschiedenen künstlerischen Formen nahebringt. So gab es Vorträge zur Romantik und zum Expressionismus von Christoph Kujawa (www.christophkujawa.de), die durch Vertonungen romantischer und expressionistischer Lyrik ergänzt wurden. In den letzten Jahren führte Christian Wirmer (www.christanwirmer.de) Georg Büchners Erzählung „Lenz“ als Schauspielmonolog vor. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, die Vorbereitung auf das Abitur in einer lehrreichen und zugleich auch unterhaltsamen Weise zu unterstützen. (Jörg Gräbner)