Amnesty International

Die Amnesty International – Menschenrechtsgruppe besteht seit 2001. Wie an einer Schule nicht zu vermeiden: Es fanden immer wieder Wechsel der Leitung und der Teilnehmerinen und Teilnehmer statt. Zunächst ging es Stefan Brilmayer, Max Goldbach und Frank Wessel darum, mit einem Teilnehmerstamm auf die Menschenrechtsverletzungen in den Gefängnissen von autoritären Staaten aufmerksam zu machen. Daneben ging es auch darum, darauf hinzuweisen,

  • dass es politische Gefangene gibt,
  • dass Menschen aufgrund sexueller Orientierung,
  • aufgrund religiöser Ansichten inhaftiert wurden,
  • oder häufig auch einfach darum, weil sie einer ethnischen Minderheit angehören.

Es wurden Briefe an die Regierungen geschrieben, Briefe an Inhaftierte weitergeleitet. Später wurden Schülerinnen und Schüler ausgelost und zur Mitarbeit an einer konkreten Aktion eingeladen. Vielfach waren die Projekte  mit spektakulären Aktionen verbunden. Plötzliche Entführung eines Mitschülers aus Klassenräumen, ein Galgen im Eingangsbereich der Schule, an dem die Hinrichtung eines inhaftierten angekündigt wurde.

In den letzten Jahren haben sich viele Schülerinnen und Schüler in einer AmnestyAG unter der Leitung von Dr. Wolfgang Fenske und Christoph Wiesenhütter immer stärker Themen zugewandt, die Menschenrechte in einem weiteren Umfeld angesprochen haben:

  • Zum Thema Flüchtlinge wurden – schon vor der Beschlagnahme von Turnhallen zur Unterbringung von Flüchtlingen 2015 – vom Roten Kreuz Zelte in der Aula aufgestellt, um auf die schlimme Lage aufmerksam zu machen,
  • es wurde zum Welt-Toilettentag auf die Bedeutung von Toiletten hingewiesen – und auf den pfleglichen Umgang mit ihnen. Darum hingen an zwei Tagen in der Schule überall Toilettenbürsten herum.
  • Mit Worten südamerikanischer Indigener wurde das Thema Schutz des Urwalds vertieft,
  • um auf die Erniedrigung von Frauen hinzuweisen, wurden in einem abgedunkelten Raum Schlaglichter auf schlimme Lebenssituationen geworfen.

Das Interesse für Menschenrechte ist nicht unbedingt allein mit den Menschenrechten gegeben. Es muss geweckt werden. Vieles läuft über das Essen. Und so werden zu den jeweiligen Projekten auch Waffeln oder Kuchen angeboten.

Schule ist ein Teil der Welt, in der wir leben. Von daher ist soziales Engagement ein Teil des Bildungsangebotes unsrer Schule. Und so konnten Schülerinnen und Schüler, die in der Amnesty AG besonders engagiert waren mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins mit einem kleinen Präsent zum Thema Menschenrechte hervorgehoben werden.